ich komm ebenfalls leicht in die *Natur = Gut -Versuchung*.
Man darf halt nicht vergessen, selbst wenn in den Produkten wirklich nur die natürlichen Stoffe vorhanden sind, meistens sind das Konzentrate oder in irgendeiner Form haltbar gemacht (getrocknet kann zB eine andere Wirkung haben als frisch).
Tiere sind uns da einfach überlegen.
Du hast die Giftpflanzen und Pferde angesprochen. Dazu kann ich nur folgendes sagen:
Als ich meine Koppel angelegt habe, hab ich mir ein Giftpflanzenbuch gekauft, bin mit dem Buch in der Hand auf der Wiese gesessen und hab verzweifelt versucht alles zu bestimmen.
Da merkte ich zB das bei mir einiges an Wolfsmilch wächst. Ist zwar nicht extrem giftig, kann aber (bei großer Menge) zu Verdauungsstörungen führen.
Also hab ich begonnen sie auszureißen. Die Dinger haben aber lange Wurzeln, und alle hab ich natürlich auch nicht erwischt.
Was war: Die Pferde haben sie eh nicht gefressen.
Ich versuch trotzdem sie weiter zu entfernen, da die Dinger sonst zuviel werden und die anderen Pflanzen "verdrängen".
Mittlerweile vertrau ich den Pferden, wenn sie genug zu fressen haben, dann meiden sie die Pflanzen, die ihnen nicht gut tun eh von selber.
Kritisch wird es nur bei Pferden, die nie eine Wiese sehen, wenn die dann einmal irgendwo was Grünes zu fassen bekommen, dann sind sie so gierig, dass es ihnen schon passieren kann, dass sie was giftiges erwischen (hatte doch wirklich schon Pferde in der Arbeit, die an einer Eibenvergiftung gestorben sind).
Das zeigt mir nur, wenn der Mensch zuviel eingreift, also Pferde nix grünes sondern nur Heu bekommen, dann kann es zu Zwischenfälle kommen, hält sich der Mensch raus, dann passiert den Tieren auch nix.
Mit Giftpflanzen im Heu ist das so eine Sache (siehe wieder getrocknete Pflanzen haben eine andere Wirkung als frische).
So ganz streng genommen, gehört Heu eigentlich nicht auf den Speiseplan von Pferden, wer macht den Pferden in freier Wildbahn das Heu?
Genug über Pferde geschwafelt.
Was mir noch zu dem Thema einfällt:
Auch "Alt" (früher gab´s ...) ist auch nicht immer gut.
Da muß ich selber ebenfalls sehr aufpassen, in mancher Beziehung steh` ich´s mir auf alte Sachen, aber die waren auch nicht immer gesund (zB Textilfärbemittel usw).
In dem Lehrgang, den ich da letzt gemacht habe, hat unsere Tierärztin das Thema "Erste Hilfe am Pferd" besprochen, und auch die Giftpflanzen behandelt. Sie sagte, daß unsere heutigen "Hauspferde" nicht mehr das Gespür für gesund/ungesund hätten, und zwar deshalb, weil die soviel Zeug zu Futtern bekämen (also Leckerlis etc., was es eben in der Natur für Pferde nicht geben würde), daß ihnen die natürliche Auslesefeähigkeit (schmeckt nicht = ungesund) abhandengekommen sei. Die können diese Geschmäcker einfach nicht mehr richtig werten und einsortieren.
Aber bedeutet natürlich im Umkehrschluß: wenn Pferde Futtertechnisch äußerst naturnah gehalten werden, sollten sie diese Selektionsfähigkeit noch inne haben.
Ja, dieses "früher war alles besser", oder "was Großmutter noch wußte" betrachte ich auch eher skeptisch. Da wird viel schön geredet...
capra ibex - 2. Jul, 18:39
da hat die TA sicher recht,
va wenn den Fohlen schon alles mögliche an speziellem Fohlenfutter gegeben wird.
ok, also bei den Leckerlis muß ich mich auch an der Nase nehmen. Die verfüttere ich auch. Teils gekaufte, teils verwende ich hartes Brot in kleinen Stückerln als Leckerli.
Man braucht sich ja nur anschauen was in den Pellets und Müslis so alles drin ist. Manche Müslis riechen ja verdammt gut, die würde man am liebsten selber essen.
Unsere Stallbesitzerin kauft sich Hafer, Gerste, Mais und Sonnenblumenkerne von der Mühle und schrotet es dann selber. Da ist sonst nix drinnen, es staubt zwar ein bisserl, ist aber kein Problem.
Naja, und der Schoko zB der bekommt gar kein Kraftfutter, das ist der Vorteil bei Ponys.
Problem an der ganzen Sache ist halt, in unseren Gegenden ist es einfach nicht mehr möglich Pferde naturnah zu halten, viel zu wenig Platz.
Außerdem, reiten wollen wir sie ja auch, und das ist alles andere als natürlich ;-)
Wie immer, Kompromisse eingehen und versuchen das beste draus zu machen.
Wenn sich der Mensch schon eingemischt hat, dann ist es auch seine Pflicht bzw seine Verantwortung auf die Tiere zu schauen.
da hast du recht,
Man darf halt nicht vergessen, selbst wenn in den Produkten wirklich nur die natürlichen Stoffe vorhanden sind, meistens sind das Konzentrate oder in irgendeiner Form haltbar gemacht (getrocknet kann zB eine andere Wirkung haben als frisch).
Tiere sind uns da einfach überlegen.
Du hast die Giftpflanzen und Pferde angesprochen. Dazu kann ich nur folgendes sagen:
Als ich meine Koppel angelegt habe, hab ich mir ein Giftpflanzenbuch gekauft, bin mit dem Buch in der Hand auf der Wiese gesessen und hab verzweifelt versucht alles zu bestimmen.
Da merkte ich zB das bei mir einiges an Wolfsmilch wächst. Ist zwar nicht extrem giftig, kann aber (bei großer Menge) zu Verdauungsstörungen führen.
Also hab ich begonnen sie auszureißen. Die Dinger haben aber lange Wurzeln, und alle hab ich natürlich auch nicht erwischt.
Was war: Die Pferde haben sie eh nicht gefressen.
Ich versuch trotzdem sie weiter zu entfernen, da die Dinger sonst zuviel werden und die anderen Pflanzen "verdrängen".
Mittlerweile vertrau ich den Pferden, wenn sie genug zu fressen haben, dann meiden sie die Pflanzen, die ihnen nicht gut tun eh von selber.
Kritisch wird es nur bei Pferden, die nie eine Wiese sehen, wenn die dann einmal irgendwo was Grünes zu fassen bekommen, dann sind sie so gierig, dass es ihnen schon passieren kann, dass sie was giftiges erwischen (hatte doch wirklich schon Pferde in der Arbeit, die an einer Eibenvergiftung gestorben sind).
Das zeigt mir nur, wenn der Mensch zuviel eingreift, also Pferde nix grünes sondern nur Heu bekommen, dann kann es zu Zwischenfälle kommen, hält sich der Mensch raus, dann passiert den Tieren auch nix.
Mit Giftpflanzen im Heu ist das so eine Sache (siehe wieder getrocknete Pflanzen haben eine andere Wirkung als frische).
So ganz streng genommen, gehört Heu eigentlich nicht auf den Speiseplan von Pferden, wer macht den Pferden in freier Wildbahn das Heu?
Genug über Pferde geschwafelt.
Was mir noch zu dem Thema einfällt:
Auch "Alt" (früher gab´s ...) ist auch nicht immer gut.
Da muß ich selber ebenfalls sehr aufpassen, in mancher Beziehung steh` ich´s mir auf alte Sachen, aber die waren auch nicht immer gesund (zB Textilfärbemittel usw).
Aber bedeutet natürlich im Umkehrschluß: wenn Pferde Futtertechnisch äußerst naturnah gehalten werden, sollten sie diese Selektionsfähigkeit noch inne haben.
Ja, dieses "früher war alles besser", oder "was Großmutter noch wußte" betrachte ich auch eher skeptisch. Da wird viel schön geredet...
da hat die TA sicher recht,
ok, also bei den Leckerlis muß ich mich auch an der Nase nehmen. Die verfüttere ich auch. Teils gekaufte, teils verwende ich hartes Brot in kleinen Stückerln als Leckerli.
Man braucht sich ja nur anschauen was in den Pellets und Müslis so alles drin ist. Manche Müslis riechen ja verdammt gut, die würde man am liebsten selber essen.
Unsere Stallbesitzerin kauft sich Hafer, Gerste, Mais und Sonnenblumenkerne von der Mühle und schrotet es dann selber. Da ist sonst nix drinnen, es staubt zwar ein bisserl, ist aber kein Problem.
Naja, und der Schoko zB der bekommt gar kein Kraftfutter, das ist der Vorteil bei Ponys.
Problem an der ganzen Sache ist halt, in unseren Gegenden ist es einfach nicht mehr möglich Pferde naturnah zu halten, viel zu wenig Platz.
Außerdem, reiten wollen wir sie ja auch, und das ist alles andere als natürlich ;-)
Wie immer, Kompromisse eingehen und versuchen das beste draus zu machen.
Wenn sich der Mensch schon eingemischt hat, dann ist es auch seine Pflicht bzw seine Verantwortung auf die Tiere zu schauen.